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Sarlacc Diorama (Bau 1999)
Mein Vater, Dipl. Ing. i.R. und gelernter Schreiner, baute mir den Grundkasten.
Dieser hatte die Maße: 1,3m x 1,3m x 0,2m. Auf der Bodenplatte befestigte
er einen 1,2m Durchmesser Schienenkreis von LGB.
Die obere Platte besteht aus zwei Teilen: Dem äußeren Quadrat
und dem inneren Kreis, der mit einer Stichsäge ausgesägt und
der Schlitz auf 1cm erweitert wurde. Das äußere Quadrat ist
mit den Seitenteilen verbunden. Der innere Kreis steht auf fixierten Stützen
in der Mitte des Dioramas. In einem Viertel des inneren Kreises schnitten
wir noch ein Oval heraus. Um das ausgeschnittene Teil von außen
und dem sich ergebenden Loch von innen wurde ein ca. 18cm breiter Kartonstreifen
gewickelt und vernagelt. Daraus ergab sich ein Topf, in dem später
die Sarlacc-Grube entstehen sollte. Danach erhielt der Kasten an den Seiten
seine Lackierung. Nun begann mein eigentlicher Teil des Dioramenbaus:
Die Landschafts-gestaltung. Ich nahm zig-dutzende von Styroporstücken
und klebte sie auf die innere und äußere Platte, dazwischen
ebenfalls PU-Schaum. Nachdem der Schaum voll aufgequollen war, schnitt
ich die Landschaft in eine erste grobe "Form" mit Hügeln
und Mulden und vor allem der charakteristischen Sarlacc-Grube. Danach
überzog ich die sich aus dem Schnitt ergebenden Poren mit Feuchtraumspachtelmasse.
Nun lag vor meinem geistigen Auge schon die perfekte tatooinische Wüstenlandschaft.
Aber es fehlten ja noch wesentliche Dinge. Als nächstes strich ich
die Landschaft mit Ponalkleber ein und besandete sie. Dazu nahm ich normalen
deutschen Sand, machte mir aber ein Sieb aus einer Plasitkschachtel in
dem ich unzählige 0,8mm Löcher hinein bohrte.
Dann siebte ich. (Kleiner Scherz zwischendurch: Was ergibt "Sieben
mal Sieben"? Antwort: Ganz feinen Sand!)
Die feinen Körner verteilte ich dann ebenfalls mit dem Sieb gleichmäßig
auf der Ponal-schicht. Danach wurde der Sand noch richtig sandgelb lackiert.
Jetzt ging es an die Fertiggestaltung der Sarlacc-Grube.
Zuerst mußten dutzende der Zähne und Fangarme des Sarlacc-Monsters
angefertigt werden. Diesen Part übernahm Claudia, die unermüdlich
mit dem Heißluftfön kegelförmige Kunststoffanspritzlinge
bog und danach die vorderen Enden spitz zuschliff. Ähnlich machte
sie es bei den Fangarmen, die sie annähernd korkenzieherförmig
verdrehte und Adern und Narben hinein schnitt. Aus dem complete Galaxy
Figurenset mit Luke auf der Planke nahm ich mir Luke heraus und den Kopf
des Sarlacc, wie er in der Special Edition von Episode VI vorkommt. Ich
mußte den Kopf (sprich Hals) noch verlängern. Dies erfolgte
mit einem Aluminiumrohr, das ich gebohrt und mit Spachtelmasse in Form
brachte.
Schließlich wurden die Fangarme und der Kopf noch fleischfarben
lackiert, die Zähne sandfarben wie die Landschaft.
Um den Schlund des Sarlaccs herum wurden Löcher gebohrt, in die die
Zähne und Fangarme gesteckt wurden. Am Boden des Schlunds ist ein
Dorn, auf den der Sarlacc-Kopf aufgesteckt werden kann. Man kann so die
Classic Edition (ohne Kopf) oder die Special Edition (mit Kopf) darstellen.
Schließlich wurden noch Seitenteile angefertigt, damit - von vorne
und von links betrachtet, die Landschaft auch einen Himmel hat.
Er wurde weiß mit einem sanften Übergang ins Blaue lackiert.
Am Ende wurden die Fahrzeuge in die Landschaft auf Rundhölzer gesetzt
und mit Figuren bestückt.
Bei der Figurenbestückung suchte ich mir die Filmszene heraus, wo
Luke auf der Planke stand. Das war ein statischer Augenblick des Films.
Alles hielt den Atem an, nichts bewegte sich, bis auf das Skiff der Bewacher,
das beständig seine Kreise zog. Fertig war das Diorama!!! Seitdem
heißt es "Regler aufdrehen!" und das Bewacher-Skiff "fliegt"
durch die Landschaft, um Segelbarke, Gefangenen-Skiff und Sarlacc-Grube
herum. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal meiner Claudia und
meinem Vater danken, die mir beim Bau halfen. Mein Vater ist nicht nur
eine große Hilfe, sondern es macht mir auch immer Spaß, mit
ihm zu bauen. Diesmal konnten wir unsere Hobbies Modelleisenbahn und STAR
WARS vereinigen. Claudias Fachwissen über STAR WARS, das meines noch
weit übertrifft, half mir sehr bei der Ausgestaltung des Dioramas.
Durch sie kam erst das ganze STAR WARS "Feeling" hinein.
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© Thomas Riedel 2002
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