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Secret Ceremony (Bau 2004)


 

Wie ich schon im Baubericht zu meinem Diorama "Yavin Ceremony" erzählte, wollte ich zwei Dioramen für meine beiden Damen bauen: Das "Yavin Ceremony" sollte meine Frau Claudia und das "Secret Ceremony" sollte unsere Tochter Leia bekommen. Dann sah Leia aber den Baufortgang des "Yavin Ceremony" und wollte es nun haben. Claudia willigte schmunzelnd in dieses Tauschgeschäft ein, weil sie schon ahnte, dass Leia dann doch das "Secret Ceremony" haben will, sobald es fertig ist. Schließlich schlägt ihr Herzchen ja für "Anni und Amidala".

Zuerst - wie immer - baute ich den Korpus. Bei so kleinen Dioramen lohnt es sich nicht, dass man Spanplatten dazu nimmt. Vor allem nicht für Rück- und Seitenwände.
Ich nahm Sperrholz, genauer gesagt 6mm Pappel. Der Korpus bekam schließlich die Maße 397x200x280 mm³. Die Teile wurden mit Ponal bestrichen und mit 9x9 mm² Kanthölzer verschraubt. Als nächstes nahm ich das gebogene Geländerstück der Amidala-Figur "Secret Ceremony" zur Hand, pinselte es mit flüssigem Trennwachs ein und schraubte es auf ein Holzbrettchen, so dass es nun schön gerade war. Dann baute ich mit 10x10mm² Kanthölzern eine Wandung um das Geländerstück herum und goss schließlich das damit entstandene kleine Becken mit Latexmilch aus.
Nach ein paar Tagen trennte ich die getrocknete Latexform vom Original-Geländer und machte Abgüsse mit zähflüssiger Spachtelmasse. Ich wiederholte das 8-mal und hatte schließlich genügend Geländer. Ich säuberte die Teile, so dass die Konturen schön sichtbar waren und bemalte sie sandstein-farben. Als nächstes klebte ich auf einen 1mm dicken Streifen von ca. 1000x200mm² ein "Miniposter" vom Comer See, welches ich vorher auf DIN A4 ausgedruckt hatte. Da das Motiv nicht für die ganze Breite langte, bediente ich mich eines Tricks: Ich klebte das Motiv zuerst in die Mitte des Streifens, dann wandelte ich am Computer zwei weitere Motive in Spiegelverkehrte Motive und konnte nun die äußeren Motive an das mittlere Motiv heran kleben. So hatte ich einen ziemlich fugenlosen optischen Übergang.
Schließlich verhängte ich das Hintergrundbild mit Schutzpapier, damit es während des weiteren Baus nicht beschädigt wurde.
Dann baute ich das Geländer ein. Dazu bohrte und schraubte ich kleine Schrauben in die Geländerteile (zwei pro Geländer) und knipste die Schraubenköpfe ab. Dann bohrte ich Löcher in die Grundplatte und füllte Kleber in die Löcher und steckte die Geländer ein. Die Übergänge zwischen den Geländern kaschierte ich mit Spachtelmasse, die ich dann natürlich in der Geländerfarbe anmalte. Als nächstes strich ich das Wiesenstück (zwischen Geländer und Rück- und Seitenwänden) mit Ponal ein und beflockte es mit Grasflocken. Dann ging es zum Bau des Baumes.
Ursprünglich wollte ich mehrere Bäume hinein bauen, stellte aber während des Baus dreier Bäume fest, dass sie soviel Volumen hatten, dass ein Baum für das Diorama völlig ausreicht. Gut, die beiden anderen Bäume hebe ich mir für andere Dioramen auf. Die Bäume baute ich folgendermaßen: Ich nahm 12mm Rundhölzer zur Hand, umwickelte sie mit Blumendraht und formte aus Blumendraht auch schon die Äste an. Dann überstrich ich alles mit Spachtelmasse und steckte in die feuchte Masse noch Heki-Astwerk hinein, das ich später mit Ponal bestrich und mit zugehörigem "Laub" beflockte. Schließlich bemalte ich die Bäume und dübelte den einen Baum im Diorama fest. An der Frontseite des Dioramas stellte ich zwei "Thuja"-Hecken auf, die einen zylinderförmigen Zuschnitt haben. Schließlich ist ja Amidala eine Ex-Königin und Senatorin, hat also genügend Geld, sich ihr Sommer-Refugium Valkyra von Gärtnern schön halten zu lassen. Ich nahm also wieder zwei Rund-hölzer zur Hand, umwickelte sie mit Blumendraht und bestrich sie mit Ponal. Dann um-wickelte ich es mit Irish Moos. Anders als bei dem Heki-Material braucht man wegen Rundhölzer, Blumendraht und Irish Moos gar nicht in ein Modellbaugeschäft gehen. Das bekommt man in jedem Bau- und Gartenmarkt.
Dann war es Zeit, dass ich die Terrasse grau heraus strich. Dann kamen die kleinen Kunstblumen dran, die ich als lange Rispen kaufte und vom verzweigten Stil abzog. Die Blüten waren Champagner-farben. Ich lackierte sie rot. Ich bohrte die Blumenkübel und steckte die Blüten hinein. Danach montierte ich die Figuren ins Diorama. C-3PO (vom Battledroid / C-3PO Kopftausch-Doppelpack), R2-D2 und Amidala konnte ich unverändert übernehmen. Anakin (mit der künstlichen Hand) bekam einen anderen Jedi-Mantel. Hier hatte ich in meiner "Frankenstein"-Figuren-customize-Kiste noch einen Mantel von Saesse Tinn. Er passte hervorragend.
Schließlich brauchte ich auch noch einen Priester. Dazu nahm ich einen Imperial Dignitary zur Hand, schnitzte Kopf und Schultern um, malte ihm einen weiß-grauen Vollbart an und bemalte die restliche Figur.
Dann bohrte ich alle Figuren in den Absatz hinein und schraubte wieder kleine schwarze Schrauben fest, knipste die Schraubenköpfe weg und verankerte die Figuren genauso wie Geländer und Bäume.
Schließlich schnitt ich noch Acrylgläser für Front- und Deckplatten zurecht und
verschraubte sie.

 

© Thomas Riedel 2004