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Jabbas ubrikianische Segelbarke Khetanna
(Bau 2002)
Ich hatte zwei Tatooine-Skiffs und wollte auch eine dazu passende Segelbarke
haben. Leider wurde die Segelbarke nie von Kenner hergestellt. Also nahm
ich mir das "Technische Handbuch" zur Hand. Darin war eine Pseudo-"Blaupause"
als Seitenriss der Backbordseite. Aus dem Film wußte ich ja, daß
die Reling etwa bis zur Bauchhöhe ging.So hatte ich einen Anhaltspunkt
der Größe und rechnete mir dann den Maßstab der Zeichnung
aus. Als ich die erste Längenumrechnung in Kenner Größe
machte, traf mich erst einmal der Schlag: Die Sebelbarke müßte
eigentlich 3 m lang sein !!! Bumm !!! Das konnte nicht sein! Und wie überhaupt,
sollte ich jemals so ein Riesending unterbringen?
Nein, nochmal Taschenrechner zur Hand und tricksen, tricksen, tricksen.
Schließlich, als ich mich dazu entschloß, das Oberdeck etwa
1,5 cm abzusenken, damit die Figuren weiterhin auf Bauchhöhe stehen,
und Reling, Gesamthöhe, Gesamtbreite und Gesamtlänge trotzdem
proportional bleiben, hatte ich eine Gesamtlänge von 1,0m.
Super, das war es also: Länge: 1,0m Breite: 0,3m Höhe: 0,4m
Nun konnte ich beginnen. Zuerst fertigte ich mir ein Pappmodell an. Ich
baute es ähnlich wie Schiffe in Spantenbauweise. Das vordere Oval
war am aufwendigsten, denn es waren 15 Paare von verschieden großen
rechtwinkligen Dreiecken. Alle Spanten zeigten am rechten Winkel auf einen
gemeinsamen Schnittpunkt. Genauso am Heck, nur war es dort ein exakter
Halbkreis. Das Oberdeck entstand aus 3 Ebenen:
Unterste Ebene: wo Luke mit seinem Lichtschwert kämpfte.
Mittlere Ebene: wo Leia die Kanone bediente.
Oberste Ebene: wo die hintere Reling abschloß (darunter ist Jabba´s
Schlafraum)
Schließlich wurden ebenfalls mit Pappe die ganzen Spanten umschlagen.
Fertig war die Barkenwandung. Noch Segel, Kanone, Leitwerk und Reling
darauf. Fertig war das Pappmodell. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis,
obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch keine Seitenbeplankung (die Platten,
an denen sich Luke auf das Oberdeck zog) hatte.
Erst einige Zeit später machte ich mich an das eigentliche Modell
aus Holz, glasfaserver-
stärktem Kunststoff (GFK), Messing, Polystyrol, Spachtelmasse und
rotem Leinenstoff. Am Ende, nach 3 Monaten Bauzeit, war es wie das Pappmodell,
doch hatte es jetzt die Klappen, den Unterbau, die drei Antriebsdüsen,
etc.
Es war schlicht und ergreifend Jabbas ubrikianische Segelbarke.
© Thomas Riedel 2002
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